Fachwerkhaus Sanierung – Fachwerk sanieren

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Fachwerkhaus Sanierung – Fachwerk sanieren

Fachwerkhäuser stellen die wohl natürlichste Form der Hausbauweise in den mittleren und nördlichen Breitengraden dar.

Entsprechend lassen sich Fachwerkhäuser bestimmten Epochen und Jahrhunderten zuweisen.

Das wiederum ist wichtig, wenn ein solches Fachwerk Gebäude fachgerecht saniert werden soll.

Da seit rund hundert Jahren Fachwerkhäuser eigentlich nicht mehr gebaut werden, geht es ausschließlich um Bestandssanierung.

Dies bedeutet bei stetig kleiner werdender Anzahl, dass immer mehr Wissen zu diesen Häusern verloren geht bzw. sich in wenigen Betrieben konzentriert.

In Berlin und Brandenburg gehört unser Team zu diesen wenigen mit Fachwerk Erfahrung, die auch bei der Sanierung von Fachwerkhäusern auf mehr als 40 Jahre Fachwerk Sanierungen zurückblicken können.

Daher können Sie sich bei einer entsprechenden Fachwerkhaus Sanierung in Brandenburg und Berlin jederzeit persönlich an uns wenden.

Fachwerkhaus Sanierung: Das Fachwerkhaus im geschichtlichen Kontext

Die Entwicklungsgeschichte der Fachwerkhäuser reicht mindestens bis in die Jungsteinzeit zurück.

Die damaligen Pfahlbauten stellen die Vorgänger der späteren Fachwerkgebäude dar.

Zwischen den Pfählen wurden Weidenmatten gesetzt, die dann mit Lehm geschlossen wurden.

Dieses Prinzip findet sich auch bei den Gefachen eines Fachwerkhauses wieder.

Dabei wurde die Technik stetig verbessert und verfeinert.

Anfangs waren beispielsweise die Balken aus massivem Eichenholz, wurden aber im Lauf der Zeit durch die Verbesserungen bei der Konstruktion leichter und filigraner, bis für die letzten Fachwerkhäuser schließlich sogar Nadelhölzer für das Gebälk verwendet wurden.

Diese Entwicklung endete schlagartig um 1920, denn im 20. Jahrhundert gewannen andere Baustoffe wie Beton und Ziegel als günstigere Alternativen zunehmend an Bedeutung.

Fachwerkhaus Sanierung: Materialveränderungen neben Fertigungs- und Ausführungsveränderungen

Aber nicht nur die Materialien veränderten sich im Lauf der Zeit.

Zu ihrem Höhepunkt, zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert, waren Fachwerkhäuser reich verziert.

Im Lauf der Jahrhunderte übernahm dann immer mehr die Sachlichkeit das prägende Bild.

Besonders radikal und abrupt vollzieht sich dieser Wandel mit dem 30-jährigen Krieg.

Nicht nur, dass in diesem europaweit wütenden Krieg ein enormer Bestand an Fachwerkhäusern zerstört wurde.

Das Wiederaufbauen und Neubauten kamen spätestens ab jetzt ohne Schmuckfachwerke aus.

All diese Besonderheiten sind natürlich bis ins Detail wichtig, soll ein Fachwerkhaus wirklich authentisch saniert werden.

Diese Unterschiede gibt es auch bei den Materialien für Ausfachungen.

Einerseits gibt es regionale, andererseits epochale Unterschiede.

Fachwerkhaus Sanierung – Grundsätzlich können die Gefache vornehmlich folgendermaßen gefüllt sein:

  • Lehm (mitteldeutsch, alemannisch)
  • Ziegel (niederdeutsch)
  • Holzdielen (Südwestdeutschland, typisch die Schwarzwaldregion)
  • Lehmplatten (modern)

 

Der Bestand von Dachwerkhäusern deutschlandweit wird auf 2,5 bis 4 Millionen geschätzt.

Insbesondere die 1960er haben neben diversen Kriegen und Zerfall durch Nichtbewohnen einen nicht unerheblichen Teil der Fachwerkhäuser dahingerafft.

Dafür vermittelt diese Zeit wunderbar die Fehler, die gemacht wurden.

Das Wissen um die Konstruktion eines Fachwerkhauses ist so gut wie verloren.

Dabei wurde nicht ein einziger Balken gesägt, sondern ausschließlich mit der Axt bearbeitet.

Fachwerkhaus Sanierung: Was falsche Sanierung von Fachwerkhäusern anrichten kann

In den 1960ern gab es einen Modetrend hin zum Fachwerkhaus.

Allerdings wurden bei damaligen „Sanierungen“ schwerwiegende Fehler gemacht.

Dazu gehört beispielsweise das Dämmen und völlige Abdichten der Fassaden.

Holz als auch Lehm sind Baustoffe, die atmen müssen.

Wird das nicht berücksichtigt, ist selbst Jahrhunderte altes Eichenholz binnen weniger Jahre verfault.

Fachwerkhaus Sanierung: Lehm – das wohl am besten geeignete Material zum Ausfachen

Bei Lehm für die Gefächer wird ein Flechtwerk benötigt.

Dazu werden Staaken (meist aus Eichenholz) stehend wie Gitterstäbe eingebaut und diese später mit dem Geflecht (Weide, Haselnuss) versehen.

Je enger das Geflecht ist, desto mehr Halt hat der Lehm später.

Zudem gibt es spezielle Armierungen für den Lehm, um die Langlebigkeit weiter zu unterstützen.

Wichtig ist, dass beim Ausfachen mit Lehm keine Verbindung zum Fachwerk hergestellt wird.

Beide Materialien dehnen sich unterschiedlich aus.

Aber auch der Lehm selbst muss den Anforderungen entsprechen (fett oder mager, möglichst geringer Kalkgehalt).

So hat fetter Lehm (hoher Tonanteil) bessere Bindungskraft, schwindet aber auch stärker als magerer Lehm.

Zu hoher Kalkgehalt im Lehm (dieser Lehm wird als Mergel bezeichnet) bewirkt dagegen ein Ausflocken.

Einstellen lässt sich der Lehm mithilfe von Wasser, Sand (auch in der Form von rund bis scharf), Stroh und eben gegebenenfalls Mergel.

Später wird dann oberflächlich Kalkmilch in den Lehmputz eingearbeitet, damit der Kalkputz besser haften bleibt.

Fachwerkhaus Sanierung: Alternativen zu Lehm

Lehm ist eigentlich immer erste Wahl, da elastischer als andere Gefachefüllungen.

Es können aber auch Steine verwendet werden.

Selten, aber durchaus anzutreffen, sind Natursteine, ebenso Backsteine, Lehmziegel, Feld- oder Kohlebrandsteine.

Beim Ausfachen mit Steinen sollte ebenso Kalkmörtel verwendet werden wie zum Verputzen.

Der Zementanteil muss aber niedrig bleiben, da die „Weichheit“ dieses Mörtels erhalten bleibt.

Alternativ dazu bieten die Hersteller von Baustoffen heute auch Lehmbauplatten und spezielle Gefachesteine in Leichtbauweise.

Dennoch entstehen feinste Risse zwischen Steinen und Fachwerk.

Werden diese aber abgedichtet, beginnt das Holz zu faulen.

Diese Belüftung ist also wichtig.

Je nach verwendeten Steinen ist auch eine Armierung sinnvoll.

Fachwerkhaus Sanierung: Die Sanierung vom Fachwerkgebälk

Außerdem muss auch das Holz gegebenenfalls saniert werden.

Chemischer Holzschutz ist umstritten, schließlich sind Fachwerkhäuser jahrhundertelang ohne ausgekommen.

Stattdessen können Holzbalken, die Insektenbefall aufweisen, durch Erhitzen saniert werden.

Auch mithilfe sogenannter Hochfrequenzgeneratoren kann der Insektenbefall effektiv abgetötet werden.

Bei pflanzlichem Schädlingsbefall eignet sich jedoch das Begasen mehr.

Vorbeugend ist es immer Pflicht, Sorge zu tragen, dass alles trocken ist, also gegebenenfalls entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen wie das Trockenlegen mithilfe verschiedener Techniken.

Fachwerkhaus Sanierung: Fachwerkhäuser und Denkmalsschutz

Viele Fachwerkhäuser stehen unter Denkmalschutz, was aber ein Vorteil ist.

Denn dadurch gibt es etliche attraktive Fördergelder, die die historisch wertvolle und authentische Sanierung unterstützen.

Im Innern muss dann aber zumeist die Wärmedämmung berücksichtigt werden.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass unbedingt die Belüftung der Fachwerkfassade gewährleistet werden muss.

Fachwerkhaus Sanierung: Die Wärmedämmung im Fachwerkhaus

Daher werden meist im Innern Wände hochgezogen (vom Lehmziegel bis hin zum Porenbeton).

Allerdings kann das Probleme aufwerfen, da die Räume in einem Fachwerkhaus ohnehin sehr klein sind.

Bei einer Sanierung muss immer dieses eine Fachwerkhaus als Ganzes betrachtet werden.

Der Boden, die direkten Witterungsverhältnisse, die Nutzung, Entstehungszeit und verwendete Materialien, selbst Schäden, die durch nicht fachgerechte Erhaltung im Lauf der Zeit entstanden

– all das muss zwingend Berücksichtigung finden und erfordert ein Höchstmaß an Fachwissen und Erfahrungen.

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